Impressum

AGB / AEB Sitemap
Produkte | Sonderfahrzeuge | Meßfahrzeuge | Brückenbelastungsfahrzeug | Detail

Typ: SX 50 ZEL - BELFA

Komponenten: Bordkran Hiab
Stromerzeuger
Hydraulikaggregate
Technikraum
Die Kommunen Deutschlands verfügen über ca. 300.000 km Abwasserkanäle und ca. 40.000 Straßen- und Wegebrücken unterschiedlichen Alters und zum Teil bedenklichen Zustandes. Die Gesamtkosten für aktuelle Reparaturen werden auf über 50 Mrd. € geschätzt. Die Reinvestitionskosten lassen sich nur mindern, wenn die Nutzungsdauer trotz größerer Verkehrslasten deutlich verlängert wird. Dies setzt oftmals den experimentellen Nachweis ausreichender Tragsicherheit auch vorgeschädigter Kanäle und Brücken voraus.

Das Belastungsfahrzeug wurde durch die Eggers Fahrzeugbau GmbH konstruiert und gebaut. Es wurde entwickelt, um Belastungsversuche in situ im Vergleich zu den bisherigen konventionellen Methoden zeit- und kostengünstiger durchführen zu können. Die bisherige Testlasterzeugung zur experimentellen Tragsicherheitsbewertung von Massivbrücken bestand aus Stahlträgern, die vor Ort zu einem Fachwerk zusammengefügt und im Widerlagerbereich verankert werden mussten. Diese Methode ist nicht nur zeitaufwendig und führt somit zu langen Straßensperrzeiten, sondern bedingt auch ein Durchbohren der Dichtungsschicht, die das Bauwerk vor Durchfeuchtung schützen soll. Durch Einsatz des Belastungsfahrzeuges werden nicht nur volkswirtschaftlich unerwünschte Sperrzeiten wesentlich verkürzt, sondern in den meisten Fällen auch das Durchbohren der Dichtungsschicht vermieden.

Abmessungen:
Gesamtzuglänge eingefahren ca.: 22525 mm
Gesamtzuglänge ausgefahren ca.: 35420 mm
Gesamthöhe: 3655 mm
Außenbreite: 2750 mm

Gewichte des Sattelanhängers:
zulässiges Gesamtgewicht: 71500 kg
zulässige Achslast hinten: 5x 10700 kg
Sattellast ca.: 18000 kg
Eigengewicht ohne Mitnahmeteile ca.: 64100 kg

Funktionsweise
Das Belastungsfahrzeug wird als Sonderfahrzeug zugelassen und fährt mit eigenem Antrieb direkt zu seinem Einsatzort (s. Abb. - A). Bevor die Sattelzugmaschine (SZ) das zu testende Bauwerk überfährt, bremsen die hinteren Achsen und die Sattelzugmaschine zieht das vordere Fahrgestell aus (s. Abb. - B). Zusätzlich kann der Satteldruck und somit die Achslasten der Zugmaschine verringert werden, indem die letzten drei Achsen entlüftet werden. Damit ist eine schädigungsfreie und für die Sicherheit des Bauwerks unbedenkliche Überfahrt der Zugmaschine gewährleistet. Bevor die Räder des hinteren Fahrgestells das Bauwerk erreichen, bremsen sie erneut und der Hauptträger (gelb) wird hinten ebenfalls ausgezogen. Hat die Zugmaschine die Untersuchungsstelle überquert, wird sie an das Fahrgestell angekoppelt und alle Achsen entlüftet. Nachdem die Räder festgesetzt worden sind, heben hydraulische Stützen das Fahrzeug an und machen damit die gesamten Masse für einen Belastungsversuch nutzbar (s. Abb. - C).
Jetzt kann der Bordkran, der auf dem Hauptträger mitgeführt und in Längsrichtung verfahren wird, zusätzlichen Ballast aufladen. Wassertanks können das verfügbare Gesamtgewicht bis auf 97 t steigern. Fünf Belastungsstempel, mit einer hydraulischen Leistung bis 500 kN, werden an Ihre Testposition verfahren und führen die Belastungszyklen durch, die in der Vorplanung festgelegt wurden und durch umfangreiche Steuerungstechnik im rückwärtigen Messstand kontrolliert werden. Die Bauwerksreaktionen werden von einer unabhängig gelagerten Messbasis elektronisch aufgenommen und werden ebenfalls online überwacht. Zur Abfahrt wird das Fahrzeug wieder zusammengeschoben und ist sofort für einen neuen Einsatz bereit.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.BELFA.eu

Eggers Fahrzeugbau GmbH | Brunnenweg 3 | 28816 Stuhr | efa@eggers-fahrzeugbau.de